Cybersecurity ist kein IT-Thema. Sie ist eine Management-Entscheidung.

Viele Vorstände und Geschäftsführer fühlen sich heute sicher, weil viel in Sicherheit investiert wurde, nämlich in HW, SW, Security-Services, Audits und Reports. Sie haben auch im Unternehmen eine(n) professionelle(n) Sicherheitsbeauftragte(n) CISO oder/und CIO. Das alles ist wichtig, richtig und notwendig. Aber eines ist genauso klar: Es reicht nicht. Und damit meine ich nicht automatisch noch mehr Investitionen.

Ein Sicherheitsvorfall ist selten nur ein IT-Problem. Die eigentlichen Folgen treffen das Unternehmen auf Management-Ebene:

Betriebsunterbrechung

Vertrauensverlust

Reputationsschaden

regulatorische Folgen

persönliche Haftung des Managements

Genau hier beginnt das eigentliche Missverständnis: Viele Geschäftsführer oder Vorstandsmitglieder delegieren Security vollständig (und zu gutgläubig) an CIO und CISO. Sie unterschätzen dabei ihre eigene Führungs- und Entscheidungsverantwortung. Genau das kann im Ernstfall teuer werden. Denn Security ist nicht nur eine operative

Nein zum Krieg gegen die Bevölkerung

Bevor ich beginne, möchte ich einige Punkte in aller Klarheit und in kurzen Sätzen mit den geschätzten Leser*innen teilen.

Ich lehne jede Form von Krieg ab – überall auf der Welt. Krieg ist schmutzig.

Gleichzeitig halte ich das Recht auf Selbstverteidigung für vollkommen legitim. Die Verteidigung des eigenen Lebens und der eigenen Existenz mit allen verfügbaren Mitteln ist ein natürliches und legitimes Recht jedes Menschen. Der Rückgriff auf gewaltsame Mittel kann in manchen Situationen eine erzwungene Reaktion auf Diktatoren und Gewaltherrscher sein, die andere Menschen sowie nationale und religiöse Minderheiten unterdrücken und ihnen Unrecht zufügen. An erster Stelle und mit höchster Priorität stehen jedoch friedliche Strategien. Erst ganz am Ende, als letzter möglicher Ausweg, kann zu gewaltsamen Mitteln gegriffen werden.

Die Hauptursache für das Chaos in unserem Land Iran und in der Region muss – aus der Sicht eines iranischen Kurden – ausschließlich im Inneren Irans und bei seinen Machthabern gesucht werden. Falsche und zerstörerische Politik,

Dialog und Solidarität: Treffen mit Abg. Petra Bayr

Am Donnerstag, dem 5. Februar 2026, fand in Wien ein einstündiges Gespräch zwischen Teilen der iranischen Zivilgesellschaft in Österreich und der Abgeordneten zum Nationalrat sowie Obfrau des außenpolitischen Ausschusses, Petra Bayr (SPÖ), statt. Ziel des Treffens war es, über die aktuelle Lage im Iran zu informieren, Erwartungen an Österreich und die Europäische Union zu formulieren und den offenen Dialog zwischen Politik und Diaspora zu vertiefen.

Zu Beginn stellte ich als Moderator klar, dass wir nicht die gesamte iranische Diaspora vertreten, sondern engagierte, zivilgesellschaftlich organisierte Teile davon. Wir dankten Petra Bayr und der SPÖ für ihre konsequente Unterstützung der iranischen Bevölkerung und der Protestbewegung – eine Haltung, die vielen Menschen im Iran und in der Diaspora Hoffnung gegeben hat.

Im weiteren Verlauf berichtete …

(link zu Video: Link von Video von diesem Treffen: https://youtube.com/shorts/SOqhdueds7I )

Überparteiliche Verantwortung: Warum Europas Antwort auf Irans Geiseldiplomatie entschlossener werden muss

Die Buchpräsentation und Podiumsdiskussion zur iranischen Geiseldiplomatie im österreichischen Parlament war mehr als eine Veranstaltung. Sie war ein politisches Signal. Dass Abgeordnete von SPÖ, ÖVP, NEOS und Grünen gemeinsam über die Situation im Iran diskutierten, zeigt: Die Unterstützung der demokratischen Bewegung im Iran ist in Österreich kein parteipolitisches Randthema, sondern eine Frage gemeinsamer Werte.

Gerade in einer Zeit, in der internationale Krisen einander überlagern, ist diese Einigkeit bemerkenswert. Sie zeigt, dass Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und der Schutz politisch Verfolgter parteiübergreifend getragen werden können – und müssen.

Ich habe selbst 2707 Tage unschuldig im Evin-Gefängnis verbracht. Diese Erfahrung ist nicht nur persönliche Geschichte, sondern politische Realität. Geiseldiplomatie ist kein Ausnahmefall, sondern Teil der systematischen Außenpolitik des iranischen Regimes. Menschen werden gezielt als politisches Druckmittel missbraucht. ….

Vereint in der Vielfalt – warum die iranische Diaspora stärker ist als das Regime

Der STANDARD hat am 17. Jänner 2026 eindrucksvoll beschrieben, wie tief die aktuellen Ereignisse im Iran die iranische Community in Österreich bewegen. Der Artikel macht sichtbar, was viele von uns seit Wochen empfinden: Schlaflosigkeit, Sorge um Angehörige – und zugleich die Hoffnung auf einen historischen Wendepunkt. Was dabei besonders deutlich wird: Trotz unterschiedlicher politischer Überzeugungen ist die iranische Diaspora in einem Punkt so geeint wie selten zuvor – in der klaren Ablehnung der islamischen Diktatur. Diese Geschlossenheit verdient eine genauere Betrachtung. Denn sie zeigt nicht nur den emotionalen Zustand einer Community, sondern auch ihre politische Reife.

Die iranische Community im Ausland ist politisch vielfältig. Wir kommen aus unterschiedlichen Richtungen, haben verschiedene Weltanschauungen und Biografien. Manche sind Monarchisten, andere Republikaner, Liberale, Linke, Religiöse oder Säkularisten. In normalen Zeiten würden wir leidenschaftlich über die Zukunft Irans diskutieren – so wie es in jeder lebendigen Demokratie üblich ist. Doch in diesen Tagen tritt all das in den Hintergrund. Denn es gibt einen Punkt, in dem wir geschlossen sind: in der klaren Ablehnung der islamischen Diktatur im Iran. Diese Einigkeit ist kein Zufall. Sie ist Ausdruck politischer Reife. ….

Weihnachtswünsche (Rückblick-Ausblick)

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

2025 war ein Jahr mit vielen Ereignissen, die uns zum Nachdenken und Handeln gezwungen haben.

Die ukrainische Bevölkerung litt weiterhin unter Putin‘s Aggression. Russland und die Ukraine gehören beide zu Europa – Russen und Ukrainer sind keine Feinde, sondern Nachbarn, die Frieden wollen und verdienen.

Ich denke an die überlebenden israelischen Geiseln, die von Terroristen freigelassen wurden, und wünsche ihnen, dass sie niemals wieder Opfer von Gewalt werden. Den Familien der brutal ermordeten israelischen Geiseln wünsche ich Kraft, Geduld und Trost. Gleichzeitig denke ich an die zivile Bevölkerung in Gaza, die in diesem Winter besonders auf internationale Unterstützung angewiesen ist. Ich appelliere an die israelische Regierung, ihre Politik zu ändern um die Zivilbevölkerung zu schützen. Zivilisten dürfen niemals mit der Hamas gleichgesetzt werden.

In meiner ursprünglichen Heimat – dem Iran – ist die Zahl der Hinrichtungen dramatisch gestiegen. Ich fordere die internationale Gemeinschaft auf, die Einhaltung der Menschenrechte zur klaren Voraussetzung für zukünftige Verhandlungen zu machen. Europa …

Zivilcourage

Ahmed tat das Richtige – zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort,

weil es um Mitgefühl ging,
weil es um Mut ging,
weil es um zivile Reife ging,
weil es um Solidarität ging,
weil es um den höheren Wert der Gemeinsamkeit ging,
weil es um Gesellschaft ging,
weil es um Zivilcourage ging,
weil es um Menschlichkeit ging.

Ahmed machte sichtbar, was oft übersehen wird:

Selbstbestimmung ist kein Privileg – sie ist ein Menschenrecht

Mir ist wichtig klarzustellen, dass ich nicht für eine Trennung oder Abspaltung der Kurden, Aserbaidschaner oder anderer Volksgruppen eintrete. Ich bin überzeugt, dass ein demokratischer Iran, der seine kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt anerkennt, die beste Zukunftsperspektive bietet. Autonomie im Sinne eines föderalen oder dezentralen Systems ermöglicht Minderheiten Selbstverwaltung und kulturelle Entfaltung, ohne die territoriale Einheit Irans infrage zu stellen. Das Recht auf Selbstbestimmung ist dabei eine demokratische Grundlage – kein Gegensatz zur Einheit des Landes.
Freiheit, Würde und Gerechtigkeit sind keine Geschenke von Staaten. Sie sind Rechte. Rechte, die jedem Menschen zustehen – universell, unveräußerlich und unteilbar. Diese Prinzipien bilden seit Jahrzehnten das Fundament des internationalen Menschenrechtssystems. Doch zwischen völkerrechtlichem Anspruch und politischer Realität klafft oft eine tiefe Lücke. Kaum irgendwo wird das so deutlich wie im Iran.

Was bedeutet es, „unsterblich“ zu sein?

(Veröffentlicht in Dezember-Ausgabe von Literaturzeitschrift „etcetera“ Nummer 101. – Foto: Doris Kloimstein -) https://www.st-poelten.at/news/19306-litges-etcetera-heftpr%C3%A4sentation )

Die Eroberung der Herzen der Menschen? Der Eintrag des eigenen Namens in Schulbücher? Oder ein Denkmal aus Stein auf einem Platz in der Hauptstadt – gedacht und geplant für die Ewigkeit? Die Wahrheit ist: Nichts davon garantiert echte Unsterblichkeit. Unser Gedächtnis ist keine Festplatte, auf der alle Daten immer verfügbar bleiben. Namen, die oft erwähnt und wiederholt werden, bleiben präsent. Andere – oft sogar bedeutendere Persönlichkeiten – verschwinden, weil sie keinen Platz in den dominanten Erzählungen finden.

Einige sind fest überzeugt: Man ist unsterblich, wenn man Großes für das Land geleistet hat. Kriege führen und Blut vergießen, Länder erobern, Kulturen vernichten, Städte und Dörfer niederbrennen, monumentale Denkmäler errichten lassen – auch wenn das das Leben von Tausenden kostet. All das galt lange Zeit als Zeichen von Größe. Alexander der Große, Dschingis Khan, die Pharaonen, Hitler oder Stalin zählen dazu. Tatsächlich sind sie auf gewisse Weise „unsterblich“ – aber eben nur fast. Ihre Namen tauchen im Geschichtsunterricht auf, in der Politikwissenschaft, in Drehbüchern für Dokumentationen oder Hollywood-Fantasyfilme. Dann werden solche Namen ….

Warum Hannah Arendt uns Migranten heute noch etwas zu sagen hat

nsbesondere Migrantinnen und Migranten aus totalitären Ländern, die in Österreich eine zweite Heimat gefunden haben, sollten den Jahrestag von Hannah Arendt zum Anlass nehmen, ihre Werke (wieder) zu studieren. Es geht dabei nicht nur darum, sie zu würdigen – ihr Platz in der Geschichte und im kollektiven Gedächtnis ist längst gesichert. Und es geht auch nicht darum, die Geschichte bloß neu zu lesen. Meiner Meinung nach geht es darum, ihre zentralen Erkenntnisse und Einsichten besser zu verstehen. Viele davon sind zeitlos. Manche von uns haben in ihrer ersten Heimat selbst erlebt, wovor Arendt gewarnt hat.
Wenn sie schreibt: „Gewöhnliche Menschen können größte Verbrechen begehen, wenn sie nicht denken und blind gehorchen“, – wie recht sie hatte.