(Ausgabe – 22)

Am 21. November 2025 fand das Auftakttreffen der Initiative „DANKE“ statt – einer neuen zivilgesellschaftlichen Bewegung, die sich zum Ziel setzt, positive gesellschaftliche Kräfte sichtbarer zu machen und einen konstruktiven Beitrag zum demokratischen Miteinander in Österreich zu leisten. Das Treffen bot erstmals die Möglichkeit, die Grundidee zu präsentieren, Rückmeldungen einzuholen und die gemeinsame Wertebasis zu schärfen.
Schon beim ersten Austausch zeigte sich die besondere Atmosphäre: Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen, Lebenswegen und Weltanschauungen fanden zusammen – verbunden durch eine gemeinsame Haltung. Viele betonten, dass sie die Menschen in diesem Land schätzen, die Errungenschaften Österreichs nicht als selbstverständlich betrachten und bereit sind, Verantwortung für das Positive in der Gesellschaft zu übernehmen. Gleichzeitig wurde offen ausgesprochen, dass der Staat Fehler gemacht hat und machen wird, während die Zivilgesellschaft reif, wach und stark geblieben ist. Genau dieser Haltung gilt das „Danke“ der Initiative: der Menschlichkeit, dem Engagement und dem Mut der Menschen in Österreich, die tragen, schützen und nicht wegschauen.
Ein zentrales Thema des Abends war die Bedeutung des Namens „Danke Österreich“. Einige Teilnehmende wiesen darauf hin, dass das Wort „Danke“ bei manchen zunächst den Eindruck von Unterwürfigkeit auslösen könnte. In der Diskussion wurde jedoch deutlich: Dankbarkeit ist im Verständnis der Initiative keine Schwäche, sondern eine selbstbewusste, reflektierte Haltung. Sie würdigt das Gute, ohne die Herausforderungen zu verschweigen, und sie übernimmt Verantwortung, um das, was fehlt, zu verbessern. Der Name wird in den kommenden Wochen weitergedacht – die Werte bleiben.
Diese Werte bilden das Fundament der Initiative. Aus ihnen leitet sich das Modell DANKE ab:
- Demokratie & Dankbarkeit
- Anerkennung
- Nachhaltigkeit
- Kulturvielfalt & Klimaschutz
- Eigenverantwortung & Emanzipation
Sie sind nicht als starres politisches Programm gemeint, sondern als Orientierung, die die Haltung der Initiative nach außen sichtbar macht.
Bereits in dieser frühen Phase erhält „DANKE“ Unterstützung aus Zivilgesellschaft und Politik. Grußbotschaften kamen unter anderem von Petra Bayr (SPÖ) und Shoura Zehetner-Hashemi, der Geschäftsführerin von Amnesty International Österreich. Moralische Unterstützung wurde auch von Gudrun Kugler (ÖVP), Stephanie Krisper (NEOS) und Ewa Dziedzic (Die Grünen) bekundet. Diese überparteiliche Resonanz zeigt, dass die Initiative nicht gegen etwas gerichtet ist, sondern als verbindende Kraft wahrgenommen wird.
Besonders bedeutsam war die Teilnahme von Vertreter*innen der Demokratischen Partei Kurdistan – Iran sowie des Gründers von Hemayat, einer Organisation, die seit Jahren Menschen betreut, die Folter, Krieg und schwere Menschenrechtsverletzungen überlebt haben. Ihre Anwesenheit verleiht der Initiative zusätzliche Tiefe und Glaubwürdigkeit.
Im Austausch wurde klar, dass in Österreich eine spürbare Lücke im öffentlichen Diskurs besteht: Eine positive, verbindende und verantwortungsbewusste Stimme fehlt vielerorts. Es braucht eine Haltung, die Dankbarkeit und Kritik, Vielfalt und Zusammenhalt, Herkunft und gemeinsame Zukunft miteinander denkt. Genau hier setzt die Initiative „DANKE“ an – als konstruktive Stimme, die nicht trennt, sondern verbindet.
In den kommenden Wochen wird die Initiative weiterentwickelt: die Werte werden vertieft, der Name gegebenenfalls erneuert und ein strukturierter öffentlicher Auftritt vorbereitet. Ziel ist es, ein breiteres Netzwerk aufzubauen und „DANKE“ als kraftvolle, demokratische Stimme der Zivilgesellschaft sichtbar zu machen.
„DANKE“ befindet sich noch am Anfang – aber schon jetzt zeigt sich das Potenzial dieser Initiative: Sie bringt Menschen zusammen, baut Brücken und eröffnet einen Dialog, der in Österreich dringend gebraucht wird.